Mitgliederarbeit

Aus politische Basisarbeit
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Mitgliederwerbung

Mitgliederwerbung ist - gerade bei Jugendorganisationen - eine immerwährende Aufgabe.[1] Bitte denkt bei der Mitgliederwerbung auch daran, dass die zurzeit jetzt schon aktiven Mitglieder genauso wichtig sind und die neugeworbenen Mitglieder auch einen Mehrwert zum Bleiben haben müssen. "Mitglieder [heutzutage] wollen mitentscheiden, [die Politik mitlenken,] mitarbeiten oder mindestens gut informiert werden."[2] Wichtig dafür ist auch Kommunikation über bereit getroffene Entscheidungen. Des Weiteren akzeptiere bitte, wenn andere Personen nicht Mitglieder werden wollen. Du solltest auch wissen, dass die meisten Mitglieder einer Partei nach zwei Jahren verlassen, "wenn sie nicht eingebunden werden und keine Kontakte finden."[3] Deswegen benötigt jede Organisationsstruktur einen Willkommenskultur, welche Neumitglieder begrüßt und in seine Reihen aufnimmt. Interessant dafür könnte ein Mentor- oder auch Patensystem sein. Last but not least die meisten Mitglieder treten ein, wenn jemand sie persönlich kennt und einlädt. Im Newsletter[4] ist darüber hinaus ein Diagramm zu sehen, wie vieles miteinader zusammenhängt. || Ansprache => Angebote => Aufnahme => Betreuung => Kontinuität => Ansprache || wobei Angebote zur Kontinuität beitragen

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum eine Bürger Mitglied wird.

  • "Ideologische Anreize" [5] Das Identifizieren mit einer Partei und das Finden der einzigen politisch-möglichen Heimat
  • "Altruitische Anreize" [6] Die Wahrnehmung der Pflicht eines Bürgers und der "mitmachen und nicht nur meckern"-Tatendrang. [7]
  • "Kollektive politische Anreize" [8] Etwas umsetzen oder die lokale Politik mitgestalten zu wollen
  • "Selektive prozessbezogene Anreize" [9] Bessere Informationen, nette Personen, politische Diskussionen
  • "Expressive Anreize" [10] Ein Politiker, der einem gut gefällt
  • "Selektive ergebnisbezogene Anreize" [11] Das Verfolgen eines Nutzen sei es privater oder beruflicher Natur

Als Erstes sollte gesagt sein, dass der "Unique Selling Point" einer Partei das Politische ist. [12] Positiv an politischer Arbeit wird gesehen, dass die Möglichkeit besteht interessante und nette Personen kennenzulernen. [13] Viele Partein versuchen durch "niedrigschwellige Angebote" Bürger die Parteiarbeit schmackhaft zu machen und die Personen dann langfristig an sich zu binden. [14] Viele Personen kommen aus eigenen Stücken zu einer Partei, dicht gefolgt von Personen, welche mit einer Partei durch Freunde, Familie und Bekannte Kontakt bekommen. [15] Etwa die Hälfte der CDU-Mitglieder nennt einen Politiker, welche zum Teil auch lokale Politiker sind, als Eintrittsgrund. [16] Viele Mitglieder finden in einer Partei ihre emotionale und politische Heimat. [17] Wichtig ansonsten sind auch das Lösen von Problemen und Mitgestalten von Politik wie auch das Diskutieren und die besseren Informationen, welche eine Partei Mitglied erhält. [18] Die Bundespolitik spielt bei vielen keine große Rolle. [19] Partein sind die Einzigen, welche die Verbindung zwischen Geselligkeit und Politik exklusiv anbieten können. [20] Mitglieder einer Partein haben überdurchschnittlich "ein höheres Bildungs- und Einkommensniveau und ein größeres Zeitbudget" und arbeiten häufiger im öffentlichen Dienst. [21]


Mitgliederzuwachs der Partein.JPG

Fünf Aussagen lassen sich treffen:

1. Juli und August sind das Sommerloch. #Sommerferien

2. Keiner hat im Dezember Lust und Zeit Mitglied zu werden. #Weihnachten

3. Ab März haben viele Frühlingsgefühle (increase), welche die Person motiviert etwas zu machen (hier: Mitglied zu werden). #motivierendeEnergie (März, April, Mai)

4. November ist für die CDU eine noch nicht genutzte Chance.

5. Nachdem Sommerloch haben die Grünen und die Linke die meisten Neuanmeldungen.

Mitgliederaktivierung

Viele Mitglieder werden mit der Zeit wieder inaktiv und sind leider schlussendlich nur noch Karteileichen. Diese Mitglieder gilt es wieder zu reaktivieren. Am besten hilft die persönliche Ansprache.

Idee: Fragt mal im Vorstand oder unter den noch aktiven Mitgliedern wer welche Person persönlich kennt.

Mitgliederbindung

Damit Mitglieder erst garnicht in die Versuchung kommen, ist es wichtig die Mitglieder an die Organisation zu binden, in dem das Mitglied dort Freunde findet, Freunde mitbringt, nicht zu viel oder zu wenig Arbeit bekommt, sich als wichtigen Teil des Ganzen zu sehen, sich mit der Organisation und seinen Zielen identifizieren kann. Hilfreich kann ein Mentoren- bzw. Patensystem sein, bei dem jedes Neumitglied einem Vorstandsmitglied hinzugefügt wird und das Abfragen wie viel Zeit die Person investieren kann.

Weiterbildung

Die quantitative Anzahl an Mitglieder ist das eine. Die "Qualität" bzw. "Intensität" mit dem sich Mitglieder einbringen können ist das andere. Damit Mitglieder bzw. Vorstandsmitglieder qualitativ bessere Arbeit abliefern können, ist es notwendig Weiterbildungen anzubieten. Dies kann auch in Kooperation mit anderen Organisationen stattfinden oder auch sonst ein toller Weg sein andere Personen außerhalb Deiner Organisation zu erreichen.

Möchte Weiterbildungsthemen könnten sein:

  • Rhetorik
  • Zeitmanagement
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Konfliktmanagement
  • Eventmanagement / Wir organisiert man eine Veranstaltung?
  • Marketing
  • Knigge
  • Geld & Finanzen: z.B. Steuern, Krankenkasse, Versicherungen, Geld umgehen, Abrechnungen oder Erstellung eines Finanzplan
  • Richtig Erholen, Meditieren,
  • Rechtliche Aspekte beleuchten
  • Motivation: Wie motiviere ich andere? (Gruppendynamik), Wie leite ich Gruppen? Was motiviert mich?
  • Wie lerne ich besser?
  • schulische und studentische Crashkurs vor einer Klausur
  • Gruppenkonflikte lösen
  • weitere soft skills und was gebraucht wird um den Vorsitz irgendwann exzellent zu machen

Fallen Dir noch andere Weiterbildungen ein? Schreibe sie einfach hinzu. Danke :-)

Mitgliederverwaltung

  • Viele Parteien haben zentrale Mitgliederlisten, welche u.a. auch die Mitglieder von ihren politischen Jugendorganisationen führen. Leider kommt es immer wieder mal zu Problemen. Deswegen ist es häufig hilfreich zusätzlich eine eigene Excel-Dateien zu führen, welche alle Informationen zu den einzelnen Mitgliedern enthält.
  • Die Informationen über die einzelnen Mitglieder sind zum Teil veraltet und sollte ab und zu überprüft und erneuert werden.
  • Zur Mitgliederverwaltung zählt auch der Aufnahmeprozess einer Person. Dieser sollte genau Beachtung finden um die Mitglieder gleich am Anfang an die Organisation zu binden.

Diversität

Häufig fehlt es an Frauen und jungen Menschen in den Parteien. Dies ist schade, dass es zu einer Unterrepräsentation der entsprechenden Bevölkerungsgruppen kommt, welche dann nicht das Gefühl haben vertreten zu werden.


Klicke auf Frauen oder Junge Menschen um mehr zu erfahren.